Bionic Needle Organizer Wallet

Passend zur BGB habe ich von der gleichen Autorin das Nähmaschinennadelmäppchen genäht. Das ist eine tolle Idee, vor allem mit dem bedruckten Stoff, in den man die gebrauchten Maschinennadeln stecken kann. Allerdings ist die Anleitung ähnlich aufgebläht und mit allerlei Zeug vollgestopft, das man im Grunde nicht braucht. Die Anleitung ist wieder 71(!!) Seiten lang! Davon entfallen nur (!) 23 Seiten auf das „Bionic Needle Organizer Wallet“. Die restlichen 48 Seiten beschäftigen sich mit dem Dumpling Dish, dem kleinen Bonus-Täschchen, das auch schon in der Anleitung der Bionic Gear Bag vorhanden ist. Es ist exakt die gleiche Anleitung. Offensichtlich ist die Autorin so begeistert davon, dass sie es bei jeder Anleitung dazu gibt… wieso auch immer… Ich habe das Ding genäht und es wandert in die Mülltonne… ist in keinster Weise so groß oder besonders wie von der Autorin deklariert.

Es gibt in der Anleitung übrigens wieder nur eine auszudruckende Seite, nämlich die mit der Nadeltabelle. Wie die Tabelle auf den Stoff kommt? Laut Anleitung war es sehr einfach. Ich habe Stoff auf Din A4 zugeschnitten, auf Freezer Paper gebügelt und in den Drucker gesteckt. Der Druck hat wirklich erstaunlich gut geklappt.

Doch auch den Nadelorganizer hätte man sicher auf 5 Seiten untergebracht und man hätte ihn wesentlich unkomplizierter nähen und beschreiben können, als die Autorin es macht. Also die 3,x Euro kann man gerne lieber in einen Fatquarter investieren. ;-) Außerdem hat die Tasche einen extremen Nachteil. Dadurch, dass sie keinen Verschluss hat, fallen die Nadelpäckchen raus, wenn man die Tasche falsch herum hält. Bin noch am Überlegen, was ich machen kann, um das zu verhindern… Vorschläge?!

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Sarah Fielke’s BOM Down the Rabbit Hole

Folge dem weißen Kaninchen… oder so. ;-) Ich bin mal wieder verrückt und habe mich für den (kostenpflichtigen) BOM „Down the Rabbit Hole“ der Australierin Sarah Fielke angemeldet.

Der Quilt wird ca. 2,50 x 2,50 m groß und besteht überwiegend aus Handapplikationen. Ich habe beschlossen meinen Quilt – entgegen dem Trend der vielen anderen Mitnäherinnen, alles quietschbunt zu machen – mit meinen japanischen Stöffchen in Naturfarben zu gestalten.

Der Hintergrund wird taupe-braun, was für mich schon eine Herausforderung ist. Bisher habe ich nur auf hellem Hintergrund appliziert, daher muss ich besonders auf die Kontraste aufpassen.

Die Ranken und Blätter werde ich mit grünen Web- und Druckstoffen nähen, die Hasen weiß oder grau und die Blüten, Häuser etc. auch in weißen und rosa Stoffen.

Für den Februar haben wir am Zentrum des Quilts gearbeitet. Der Kreis war schon eine große Herausforderung, denn die inneren Enden der Segmente sind nur 1/8″ im Endmaß! Insgesamt ist der Kreis ca. 13″ und das Zentrum 24″ groß.

A Place for Everything Bag – Info

Katrin hatte nach mehr Infos zur Tasche gefragt. Gebe ich natürlich gerne. Die Tasche A Place for Everything ist ca. 35 x 25 x 10 cm groß. Ich habe sie mit Soft and Stable (von Annie Unrein) gefüttet. Das ist so eine Art Schaumstoff-Vlies, das sich sehr gut verarbeiten lässt. Es behält die Form bei und fällt nicht, wie oft andere Volumenvliese, in sich zusammen. Es ist ca. 4 mm dick und muss aufgenäht oder mit Sprühkleber fixiert werden. In Europa wird das Soft and Stable nur in weiß verkauft, aber es gibt es auch in schwarz. Der Vertrieb sitzt für Europa in Spanien, in Deutschland ist es zum Beispiel bei meinen drei meiner Lieblingshops, Sues Quiltshop, Rose Decoration und (neuerdings) Stoffsalat erhältlich. Dort gibt es auch die Schnittmuster und Taschenzubehör wie Mesh-/Netzstoff und Vinylstoff von byAnnie.

Um die Anleitung der Tasche, Designerin ist wie erwähnt Annie Unrein, zu verstehen, sollte man schon recht gut englische Schnittmuster verstehen können, denn es gibt nur wenige und kleine Zeichnungen. Allerdings ist die Anleitung sehr gut strukturiert und es gibt z. B. auf der letzten Seite eine Vorlage für kleine „Post it“s, die man sich kopieren, ausschneiden und auf die jeweiligen ausgeschnittenen Stoffstücke heften kann. Das habe ich noch bei keiner anderen Anleitung gesehen und finde es wirklich sehr praktisch. Bisher habe ich mit einem Stift auf die Rückseite der Stoffe die Nummern oder Verwendungszwecke (Innentasche 1, 2, 3…) geschrieben und mich dann geärgert, wenn ich über den Frixion gebügelt habe und alles nochmal neu schreiben durfte. ;-) Die kleinen Post its werden nur mit Stecknadeln angeheftet und fertig.

Insgesamt ist die Anleitung nur ca. 10 Seiten lang, erstaunlich wenig für so eine umfangreiche Tasche. Doch mehr braucht es nicht. Es gibt auch die Möglichkeit einzelne Schritte mit einem Stift abzuhaken, so gut ist sie durchdacht, und man vergisst dann wirklich nichts. Online gibt es auf der Webseite von byAnnie auch Tutorials, wie man Reißverschlüsse einnäht oder Schrägband zusammennäht. Da ich mich dem „Feind“ Reißverschluss mutig ohne Hilfe gestellt habe, habe ich mir die aber noch nicht angesehen.

Beim Nähen der Innentaschen habe ich erst einmal geschluckt. Mit Vinyl hatte ich vorher noch nie genäht, aber es ging viel besser als befürchtet. Die Brother-Füßchen sind im Grunde kein Problem gewesen, das Geld für den Teflonfuß hätte ich daher umsonst ausgegeben. Was eher Probleme machte, war das Plastikgehäuse der Nähmaschine, an der das Vinyl kleben blieb. Kurzerhand habe ich dieses mit Washi-Tape abgeklebt. So ist das Vinyl geflutscht wie auf Babyöl. ;-)

Zu den Innentaschen der Tasche ist nicht allzu viel zu sagen, die Bilder sagen mehr als Worte… Bei der Anleitung ist auch eine Vorlage dabei, wie das Vinyl für die Taschen zu falten ist, damit sie mehr Platz bieten. Man kann aber auch ganz flache Taschen nähen. Dafür sind auch die Maße angegeben. Insgesamt gibt es diverse Variationen, wie man die Taschen nähen kann. Da ich dem Vinyl dann doch nicht ganz getraut habe, habe ich kleine Schrägbandstreifen (6mm Clover Schrägbandformer) mittig aufgenäht, in der Hoffnung, dass dadurch das Vinyl dort nicht einreißt, wenn es doch stärker beansprucht wird.

Der Griff hat eine Verstärkung und war etwas aufwändig zu nähen (aber nicht schwierig). Bestimmt hätte es dafür auch einfachere Möglichkeiten gegeben, denn im Endeffekt befindet sich im Innenleben eine Klettverschlusstasche, in die zur Verstärkung ein Karton eingeschoben wird. Annie schreibt in der Anleitung, dass man auch ein 3 1/2″ x 6 1/2″ Lineal dort verstauen könnte, was ich jedoch nicht besitze. Die Innentaschen sind doppelt so hoch wie die Tasche, also ca. 35 x 50 cm, und werden in der Mitte entlang des Klettbands gefaltet. Hinten und vorne befinden sich je zwei Klettstreifen, mit denen sie miteinander und auf der Innenseite des Griffes verbunden werden. Das ist eine tolle Idee, aber ich bin etwas skeptisch, was mein Klettband betrifft. Es ist sehr steif und bricht leicht. Bin mir nicht sicher, ob das die beste Qualität ist, da es durch das viele Nähen an den Kanten ausfranst, so dass ich noch einmal mit Zickzack versäubert habe. Bin gespannt, wie lange das hält.

Auf den Innenseiten der Außentasche sind noch je eine Reißverschluss- und eine Einschubtasche jeweils mit Netzstoff. Das Schöne am Schnittmuster ist, dass keinerlei Taschen verstürzt werden müssen. Sie werden alle mit Schrägband eingefasst. Eine Anleitung, wie man Endlosschrägband macht, ist auch in der Anleitung, aber ich war faul und habe mir Meterware gekauft.

Achja, die Stoffe sind übrigens alle von Tim Holtz.

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