Renaissance-Kleid VII

Nachdem ich dieses Wochenende wieder fleißig genäht habe, ist das Renaissance-Kleid so gut wie fertig. Leider werde ich es nicht schaffen bis Mittwoch die Schnürung am Bauch und die Borte entlang der Brust/Schulternaht anzubringen, da ich morgen bis Mittwoch auf Geschäftsreise fahre. Und Mittwochabend brauche ich das Kleid für unser Hoffest… Na, vielleicht wird es bis kommenden Samstag, wir haben ja noch ein paar Auftritte mehr. Das Tellerbarrett ist nun auch fertig. Es besteht aus den drei Stoffen, mit denen auch das Kleid genäht ist. Zusätzlich habe ich Goldkordel sowie weiße Perlen, eine goldene Soutache (die gleiche wie an den Ärmeln) sowie drei Straußenfedern angebracht.

Die Ärmel habe ich noch einmal abgetrennt und neu genäht, da der Samt nach einmal tragen schon sehr ausgefranst war. Nun habe ich ihn ordentlich versäubert und zusätzlich hinten mit einer Vlieseline verstärkt. Der Brokatstoff ist etwas heller als der Samt und von stoffe.de gekauft. Die geschlitzten Streifen sind oben bzw. unten mit einer goldenen Soutache verziert, die auch am Hut angebracht ist. Sobald ich etwas Zeit habe, werde ich an den Ärmeln auf die Soutache ebenso wie am Hut noch ein paar Perlen aufnähen.

Renaissance-Kleid

Für die Auftritte der Schembart-Gesellschaft möchte ich mir ein Kleid im Stil der deutschen Renaissance (Anfang des 16. Jahrhunderts) nähen. Dazu habe ich mir das „Saxon (Cranach) Gown“-Schnittmuster von Reconstructing History besorgt: Link zum Schnittmuster. Allerdings ändere ich das vordere Teil etwas ab, denn die Kleider der anderen Tänzerinnen orientieren sich an der Nürnberger Patriziermode und haben offensichtlich vorne am Mieder andere Einsätze.

Für Rock und Miederteil habe ich mir einen „spinatfarbenen“ grünen leichten Wollstoff aus 100% Schurwolle im Stoffe Wolz in Würzburg gekauft, dazu terrakottafarbenen Samt, mit dem ich das Bruststück vom Mieder und die Ärmel verzieren werde. Gefüttert werden die Ärmel mit goldgelber Seide. Seit kurzem nenne ich auch eine Schneiderpuppe mein Eigen, so dass ich mir leichter tue beim Nähen des Faltenrocks. Hier mal die ersten Bilder des Grundgerüsts, alles nur gesteckt. Der Rock hat jetzt schon einen Umfang von drei Metern, aber hinten fehlt noch ein Stück in der Taille von circa 25 cm, so dass der Saum unten noch in die Weite gehen wird, ich schätze so ca. fünf Meter Umfang insgesamt.

Der Rock besteht aus trapezförmigen Bahnen, die in der Taille in Falten gelegt werden. Laut Schnittmuster wird das Kleid am Brustteil verschlossen. Ich bin mir allerdings noch nicht schlüssig, ob ich das auch so handhabe, da ich ja ein anderes Brustteil einfügen werde. Eventuell bekommt das Kleid hinten eine Schnürung.

 

Winteraustreiben 2011

Hier findet ihr unsere Fotos vom Winteraustreiben am 3. April 2011 vor dem Dürer-Haus und auf dem Hauptmarkt in Nürnberg. Falls ihr die Fotos in größerer Qualität haben wollt, einfach bei mir melden!

Veranstalter des Winteraustreibens war die Schembart-Gesellschaft, die Musik und Tanz der Renaissance sowie die Geschichte Nürnbergs in dieser Zeit als Brauchtum am Leben erhält. Gäste aus Weißenburg tanzten tatkräftig mit um dem Winter ein Ende zu bereiten.

Weitere Infos: Webseite der Schembart-Gesellschaft

Fotogalerie

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